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    <title>Irish Blog</title>
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    <title>Irish Blog</title>
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    <title>Status Update: Julia wants her facebook back.</title>
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    <description>Seit ich hier bin, habe ich noch nie allzu ärgstes Heimweh gehabt, oder das Gefühl, ganz allein in der Fremde zu sein, weit weg von all meinen Freunden und Familie völlig verloren im wochenlangen Dauerregen an der Atlantikküste zu hocken.&lt;br /&gt;
Das Internet macht&#39;s möglich. Und zwar genauer gesagt FACEBOOK.&lt;br /&gt;
Ich kann in Echtzeit mit meinen Freunden plaudern, egal, ob sie in Waidhofen in ihrem warmen Zimmerchen sitzen oder in Los Angeles gerade festgestellt haben, dass sogar in Kalifornien der Pazifik im November kalt ist. Fünf Minuten, nachdem sie die Zehen in den kalten Ozean getaucht haben, weiss ich es. Updates aus Kalifornien gibt&#39;s auch von Bekannten, die gerade ihr Auslandssemester in Berkeley machen, inklusive Fotos. Ohne facebook würde ich davon nichts mitkriegen. Ich bekomme Mitleidsbekundungen aus Heidelberg, weil ich die verdammte Kaution vom Studentenheim in Irland noch immer nicht zurückbekommen habe, und kann meinerseits (beinahe) kotzenden Kunstgeschichtestudentinnen in Wien &quot;Gute Besserung&quot; wünschen. (Gut, das habe ich nicht getan, sondern hämisch vom Thanksgiving-Turkey geredet. Aber &lt;i&gt;theoretisch&lt;/i&gt; hätte ich können.) Weiters ist unser Studiengang recht erfolgreich darin, unser Publishing-Projekt, ein Literaturmagazin namens ROPES, über facebook zu promoten, was facebook für uns zu einem notwendigen Arbeitsmittel macht. (Besucht unsere ROPES-Facebookseite, by the way! Ich wünschte, ich könnte euch den Link hier posten, aber ich kann leider zur Zeit nicht auf facebook zugreifen.) Und nebenbei kann ich ganz wunderbar Sprachen lernen, weil man dank kreativen Übersetzern die facebook-Website in beinahe allen denkbaren Sprachen von Russisch über Latein bis zu Pirate Englisch benutzen kann. (Momentan habe ich die Seite auf &quot;Latein&quot; gestellt, was meine &quot;Homepage&quot; zu &quot;domus&quot; macht, und statt &quot;write post&quot; gibt es dann &quot;sententiam scribere&quot;, Nachrichten heissen &quot;epistulae&quot; und so weiter... Wunderbar. So leicht trainiert man selten lateinische Alltagsvokabel.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Facebook trägt also überraschend viel dazu bei, dass man sich auch drei Flugstunden von zu Hause entfernt nie so fühlt, als wäre man weit weg. BIS JETZT.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn da viele irische Studenten schlicht und einfach zu blöd sind, ein bisschen auf andere Rücksicht zu nehmen, und stundenlang auf facebook herumgurken und depperte Spiele spielen, auch wenn hinter ihnen zehn andere Leute auf einen Computer warten, wurde an allen Unicomputern facebook nun gesperrt. Und da mein Laptop (noch immer) kaputt ist, bedeutet das, kein facebook für mich.&lt;br /&gt;
Seit mein Laptop hin ist, sitze ich stundenlang auf der Uni und schreibe Essays, alleine in einem fensterlosen, winzigen Raum mit fünf Computern, der sich &quot;Postgrad PC Suite&quot; nennt. Und wenn man in einer solchen Umgebung über Themen wie &quot;Publishing Law&quot; schreibt, ist es schwer, nicht völlig verrückt zu werden, wenn man daneben nicht via facebook zumindest einen gewissen Kontakt zur Aussenwelt aufrechterhalten kann. Und nebenbei, wie viele wirklich gute Ideen für Essays ich schon im facebook-chat mit meiner Freundin Isa entwickelt und diskutiert habe, kann ich gar nicht mehr zählen.&lt;br /&gt;
Und was mach ich jetzt? Keiner meiner Freunde kann es sich leisten, mich hier für längere Plaudereien oder auch nur ein kurzes, sinnloses &quot;Hallo!&quot;, anzurufen, geschweige denn für noch längere Diskussionen über ethisch bedenkliche privacy laws in England. E-mails sind umständlich. ICQ und diverse Messenger kann ich hier nicht runterladen. Auf anderen Seiten ausser facebook trifft man normalerweise niemanden an. Mal ehrlich, wer verwendet noch den Plauderkasten im studivz? (Abgesehen davon spinnt der noch öfter als der Chat auf facebook.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In meiner Postgrad PC Suite ist IMMER ein Computer frei. Ich blockiere also rein gar nichts, wenn ich auf facebook bin. Und wenn tatsächlich einmal jemand auf einen freien PC warten würde, dann bin ich so anständig, nicht meine Zeit auf facebook zu vertrödeln.&lt;br /&gt;
Aber anscheinend sind viele irische Studenten nicht vernünftig genug für ein bisschen Rücksichtnahme und Denken ausserhalb ihres eigenen kleinen Hirnkastls, und anscheinend fällt der Uni keine bessere Massnahme zur sozialen Erziehung ihrer Studenten ein, als die Seite einfach zu sperren. Ja, ich verstehe, dass einige irische Studenten geistig noch ein bisschen zu jung sind, um zu erkennen, dass es nicht okay ist, wenn man Zeit auf facebook verschwendet, während andere zu Studienzwecken dringend an den Computer müssen. Aber wir sind hier trotzdem auf der Universität, und nicht im Kindergarten! Die Universität soll bilden, und wenn ein Defizit an sozialer Verhaltenskompetenz bei den Studenten erkannt wird, dann ist es ein Fall von Faulheit und völlig dämlich, darauf mit dem Kindergartenmodell &quot;ich tu dir das jetzt verbieten!&quot; zu reagieren. Glaubt ihr Heinis wirklich, dass besagte Studenten aus dem facebook-Verbot etwas lernen? Dass sie plötzlich die Erleuchtung haben &quot;Oh, stimmt, da habe ich mich falsch verhalten und werde mich in Zukunft bessern&quot;? Im besten Fall werden sie lernen, wie man die Blockade umgeht, was immerhin noch einen gewissen Wert an Computerkompetenzerwerb hat. Im wahrscheinlichsten Fall werden sie einfach auf andere Seiten ausweichen, um Spiele zu spielen.&lt;br /&gt;
Die etwas weniger faule, aber dafür dem Universitätsumfeld angemessenere Variante wäre gewesen, sich mit einer Nachricht an die Studenten zu wenden, ihnen das Problem zu erklären und an ihre Vernunft zu appellieren. Optimistisch wie ich bin, bin ich sicher, dass das sogar in die Hirne gewisser siebzehnjähriger, frisch aus der Volksschule kommender Studentchen irgendwie reingegangen wäre.&lt;br /&gt;
Wenn das nichts hilft, dann sperrt von mir aus facebook - und macht euch Sorgen um den Zustand eures Akademikernachwuchses.</description>
    <dc:creator>juliecaesar</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 juliecaesar</dc:rights>
    <dc:date>2009-11-27T14:30:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://juliecaesar.twoday.net/stories/6052511/">
    <title>still. raining.</title>
    <link>http://juliecaesar.twoday.net/stories/6052511/</link>
    <description>Ich glaube, jetzt habe ich es wirklich geschafft, eine kleine Vorschau auf die Apokalypse zu bekommen (laut Maya-Kalender und Hollywood ja irgendwann um 2012 herum): Wir haben momentan in Irland die schlimmsten Regenfälle seit 30 (!) Jahren. Und Irland ist ja jetzt normalerweise auch nicht für sonniges Wetter bekannt...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cork ist überflutet, aus Galway kommt man zur Zeit nicht raus, weil sowohl Strassen als auch Eisenbahnlinien völlig unter Wasser stehen. Man kommt übrigens auch nicht nach Galway rein. Zwei von drei Lehrveranstaltungen sind heute schon abgesagt worden, weil die Vortragenden uns nicht erreichen können und irgendwo in Irland hängengeblieben sind.&lt;br /&gt;
Der Wasserstand auf den Gehwegen am Unicampus schwankt zwischen &quot;leicht bedeckt&quot; und knöcheltief. Seit kurzem haben wir ausserdem hier nicht nur einen &quot;tidal river&quot; (der Corrib steigt und fällt mit Ebbe und Flut in der Galway Bay), sondern auch &quot;tidal sidewalks&quot; und &quot;tidal streets&quot;. (Nicht, dass die Autofahrer deswegen langsamer unterwegs wären. Aber da man normalerweise eh schon pitschnass ist, wenn man es vom Haus bis zur Strasse schafft, ist es auch schon wurscht, wenn neben einem ein Bus durch eine Furt rast und von oben bis unten anspritzt.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kommentare von den Mädels aus meinem MA-Programm, die gerade hier bei mir im Computerraum sitzen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;We&#39;re all going to die, apparently.&quot;&lt;br /&gt;
&quot;Everything&#39;s cancelled, nobody can get anywhere. It&#39;s a bit like war.&quot;&lt;br /&gt;
&quot;That&#39;s just the first wave of the apocalypse...&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hatte ja in den letzten Tagen schon den Eindruck, dass es etwas mehr regnete als sonst. Da sonst niemand das zu bemerken schien, dachte ich, es liegt an mir, und ich muss mich einfach nur noch ein bisschen besser an das irische Wetter gewöhnen...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wieder etwas neues gelernt: Wie es aussieht, gibt es sogar in Irland einen Punkt, an dem der Regen einfach ZU VIEL wird...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.irishtimes.com/newspaper/breaking/2009/1120/breaking3.htm&quot;&gt;Irish Times - Artikel&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>juliecaesar</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 juliecaesar</dc:rights>
    <dc:date>2009-11-20T12:35:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://juliecaesar.twoday.net/stories/6051265/">
    <title>raining. again.</title>
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    <description>Habe gestern erwachsene Iren heulen, normalerweise vernünftige Menschen unkontrolliert &quot;Fuck you!&quot; in richtung Fernseher schreien und Biergläser durchs Pub fliegen gesehen. Und das alles nur, weil die Franzosen nicht mitgekriegt haben, dass sie gestern nicht Handball, sondern Fussball spielen sollten. Recession, depression, and the weather is bad - what a sad day for Ireland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für alle, die den gestrigen Skandal, der die Welt erschüttert hat, nicht mitbekommen haben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://sport.orf.at/091119-20337/index.html&quot;&gt;orf.at-Artikel&lt;/a&gt; über WM-Qualifikationsspiel Irland - Frankreich&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.youtube.com/watch?v=8woNGFj9fxM&quot;&gt;youtube-Video&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>juliecaesar</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 juliecaesar</dc:rights>
    <dc:date>2009-11-19T16:26:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://juliecaesar.twoday.net/stories/6026860/">
    <title>More exciting news from Galway.</title>
    <link>http://juliecaesar.twoday.net/stories/6026860/</link>
    <description>&quot;Seit du dort bist, scheint Galway das Zentrum der Welt zu sein&quot;, sagte vor kurzem eine weise Frau zu mir. (Was, nebenbei gesagt, wieder einmal bestätigt, was ich mir schon immer gedacht habe, auch wenn alle anderen Leute versucht haben, es mir auszureden: Die Welt dreht sich halt &lt;i&gt;doch&lt;/i&gt; um mich.) Und jene weise Frau hat recht: In Galway ist einfach immer etwas los. (Man erinnere sich an die Bounty!)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor einigen Tagen hat sich nun eine Filmcrew in Galway eingenistet, und steht mir seitdem im Weg herum, wo auch immer ich hingehe. Es schüttet und ich will unter dem Spanish Arch durchgehen? Sicher hat sich die Filmcrew dorthin geflüchtet und wartet auf besseres Wetter und bessere Zeiten. Ich spaziere am Abend die hinterste Hintergasse Galways am Corrib-Kanal entlang (wo man eigentlich als Frau ab einer gewissen Uhrzeit aufgrund des Alkoholgehalts irischer Männer nicht mehr allein unterwegs sein sollte)? Die Filmcrew ist dort, und filmt eine Szene, in der die Hauptfigur besoffen fast in den Kanal fällt. Und laut meinem Mitbewohner haben sie vor kurzem so nahe an unserem Haus gedreht, dass sie fast beim Wohnzimmerfenster hereingepurzelt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verfilmt wird, wie &lt;a href=&quot;http://www.galwaynews.ie/9313-bruen039s-work-hit-screens-double&quot;&gt;The Connacht Tribune&lt;/a&gt; schreibt, &quot;The Guards&quot;, ein Roman vom Galwayer Krimiautor &lt;a href=&quot;http://en.wikipedia.org/wiki/Ken_Bruen&quot;&gt;Ken Bruen&lt;/a&gt;. Es geht um einen ständig besoffenen Privatdetektiv namens Jack Taylor, der ständig besoffen ist, ein verschwundenes Mädchen in Galway suchen soll und dabei ständig besoffen ist. (Hört sich glücklicherweise gar nicht nach einem typisch klischeehaften Iren an.) Mehr weiss ich leider nicht, werde das Buch aber sobald wie möglich lesen.&lt;br /&gt;
Es wäre natürlich nicht Irland, und es stünde nicht auf meinem Blog, wenn es nicht noch ein nettes Extra-Detail mit Potenzial für Slapstick-Verwechslungskomödien gäbe: Um das ganze etwas witziger zu gestalten, ist es nicht nur ein Filmteam, sondern zwei, die zur gleichen Zeit dasselbe Buch im selben Galway verfilmen. Einmal als Koproduktion einer irischen Filmfirma mit RTL und &lt;a href=&quot;http://www.imdb.com/name/nm0322513/&quot;&gt;Iain Glen&lt;/a&gt; als Jack Taylor, und einmal, laut The Connacht Tribune, von der Dubliner Produktionsfirma Elemental Pictures mit &lt;a href=&quot;http://www.imdb.com/name/nm0322407/&quot;&gt;Brendan Gleeson&lt;/a&gt; in der Hauptrolle. Von zweiterer Filmcrew habe ich bis jetzt allerdings noch nichts bemerkt - es sind Iain Glen and friends, die momentan Galway unsicher machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dank der mir eigenen Eleganz eines Schwans bestand meine interessanteste Begegnung mit der Filmcrew bis jetzt darin, dass ich beinahe den Hauptdarsteller über den Haufen gerannt hätte. Sorry, Iain Glen, aber was kann ich dafür, wenn ihr den Spanish Arch blockiert und ich es eilig habe. Immerhin kann ich jetzt sagen, dass ich beinahe mit einem Star zusammengestossen bin, der schon neben Angelina Jolie den bad guy gespielt hat (in Tomb Raider I).&lt;br /&gt;
Justine, die Kanadierin in meinem MA-Programm, macht sich über mich lustig, weil ich so begeistert von der ganzen Sache bin. Für sie ist das nichts besonderes - ihr Cousin arbeitet für eine kanadische Filmproduktionsfirma, und in Kanada werden dauernd grosse Filme gemacht. Aber ich komme aus einer kleinen Stadt in Österreich, ok? Mich fasziniert das sehr, wenn mal in meiner Nähe ein Film gedreht wird, mit waschechten Stars. (Ich erinnere mich noch gut daran, wie meine Heimatstadt ca. ein Jahr lang Kopf stand, weil sie Kulisse für einen Film mit Tobias Moretti war, und er tatsächlich &lt;i&gt;einige Tage dort verbrachte&lt;/i&gt;!!! Hach ja, those were the days.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Film dann im Fernsehen gezeigt wird, werde ich vermutlich alle fünf Minuten aufspringen und schreien &quot;That&#39;s our house!&quot; &quot;That&#39;s on my way to college!&quot; &quot;I was watching when they were shooting that scene!&quot;. Eine Zumutung für alle, die mit mir den Film anschauen, ich weiss.&lt;br /&gt;
Aber trotzdem... das ist alles sooo aufregend!!!</description>
    <dc:creator>juliecaesar</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 juliecaesar</dc:rights>
    <dc:date>2009-11-12T15:16:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://juliecaesar.twoday.net/stories/6020593/">
    <title>The Number 1 Bad Topic for Smalltalk</title>
    <link>http://juliecaesar.twoday.net/stories/6020593/</link>
    <description>Ich weiss nicht, warum Leute es immer wieder für nötig halten, fünf Minuten, nachdem sie mich kennengelernt haben, über Hitler zu reden. Warum passiert es mir andauernd, dass mich Leute, sobald sie gehört haben, woher ich komme, mit grossen Augen anschauen und in bedeutungsvoll-verschwörerischem Tonfall sagen &quot;Did you know that Hitler was from Austria?&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, ich bin Österreicherin, habe in Wien Geschichte studiert und bin nicht komplett aufs Hirn gefallen - ich habe schon einmal vage davon gehört. Aber ich habe keine Lust, schon wieder ungezwungenen Smalltalk über Nationalsozialismus zu machen, mit Leuten, die ich gerade kennengelernt habe. Der Grund dafür ist nicht irgendein nationaler Verdrängungs-, Schuld- oder Sonstwas-Komplex, wie manche kluge, alles durchschauende Iren, Amerikaner und allgemein Nicht-Deutsche und Nicht-Österreicher vielleicht annehmen würden. Ich diskutiere jederzeit gerne über Hitler, Nazis und den Zweiten Weltkrieg. Ich rede nur nicht gerne zum hundersten Mal darüber mit Leuten, die nichts Intelligenteres zu dem Gespräch beizutragen haben als &quot;Did you know that Hitler was Austrian?&quot; und &quot;Hitler was a brilliant politician!&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also, ein für allemal: Hitler ist kein passendes Gesprächsthema für Halloweenpartys. Wenn ihr eine Österreicherin oder Deutsche trefft, die nicht mit euch über Hitler reden will, dann ist der Grund dafür mit grösster Wahrscheinlichkeit nicht eine generelle Abneigung, über das Thema zu diskutieren. Der Grund ist, dass sie keine Lust hat, Idioten wie euch schon wieder erklären zu müssen, dass Hitler &lt;i&gt;nicht&lt;/i&gt; eigentlich eh ein &quot;nice guy&quot; war, wie ihr versucht, uns einzureden. Und nein, wir sind nicht dieser Meinung, nur weil wir in Österreich und Deutschland gehirngewaschen werden und ständig eingeredet bekommen, dass Hitler böse war. Das hat schon seine Berechtigung. Und nein, es ist nicht okay, zu Halloween Hitler-Kostüme und Nazi-Uniformen in den Geschäften zu verkaufen. Und nein, es sollte nicht notwendig sein, auf eine Partyeinladung zu einer Party der History Society zu schreiben: &quot;Please don&#39;t dress up as Hitler.&quot; Das sollte selbstverständlich sein. Nicht nur fur Österreicher und Deutsche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gute Nachricht, by the way, ist, dass man wenigstens von David Irving an der NUI Galway nie wieder etwas gehört hat, seit die Einladung an ihn letztes Jahr auf unbestimmte Zeit verschoben wurde.</description>
    <dc:creator>juliecaesar</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 juliecaesar</dc:rights>
    <dc:date>2009-10-31T15:06:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://juliecaesar.twoday.net/stories/6015444/">
    <title>Sláinte.</title>
    <link>http://juliecaesar.twoday.net/stories/6015444/</link>
    <description>Das schöne an Irland ist, dass hier sogar Arzttermine so unterhaltsam sind, dass sie für einen Blogeintrag geeignet sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine schreckliche Schweinegrippe/Vogelgrippe/Rinderwahn ist wieder verschwunden, nur das Halsweh ist geblieben. Nachdem es nun nach einigen Wochen noch immer nicht viel besser ist, habe ich beschlossen, mich in die Student Health Unit der NUI Galway zu wagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Termin bei den Ärzten der Health Unit ist natürlich keiner zu kriegen. Genausogut hätte ich um eine Audienz beim Papst ansuchen können. Aber die nette Dame am Empfang überzeugte mich, zu einer der nurses zu gehen, die mich untersuchen und im Fall, dass ich eine ernste, tödliche Krankheit hatte, an einen echten Arzt überweisen würde.&lt;br /&gt;
Ich betrat also das office der netten nurse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Hello! Julia! I can&#39;t pronounce your surname!&lt;br /&gt;
(Macht nichts, ich deinen vermutlich auch nicht. Und wozu? Hier reden sich sowieso alle mit Vornamen an.)&lt;br /&gt;
Ich beschrieb ihr das Problem. Sie mass Fieber, schaute in meinen Hals, in meine Ohren, und fragte mich alle möglichen lustigen Sachen. Ich versuchte so gut wie möglich, meine Krankengeschichte der letzten zwei Monate zu rekonstruieren. (Wozu zum Beispiel gehört, dass mir eine Ärztin der Health Unit zwei Wochen zuvor gegen selbiges Halsweh ein Medikament verschrieben hatte, von dem mir die Apothekerin bei Boot&#39;s später stirnrunzelnd erklärte, dass es eigentlich nicht gegen Halsweh, sondern gegen Allergien wirkt. Und ob ich mir sicher sei, dass die Ärztin den Unterschied zwischen &quot;flu&quot; und &quot;allergy&quot; verstanden hatte. Ich habe keine Allergien, und das hatte ich der Ärztin auch gesagt. Das alles erzählte ich jener nurse.)&lt;br /&gt;
Die nurse nickte und tippte alles in den Computer - &quot;so we have all the data later&quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Are you on any medication?&lt;br /&gt;
- No.&lt;br /&gt;
- Are you feeling sick apart from the sore throat?&lt;br /&gt;
- No.&lt;br /&gt;
- ... Do you have any allergies?&lt;br /&gt;
- &lt;i&gt;(Are you listening to me?)&lt;/i&gt; No!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie dachte eine Minute scharf nach. Dann beschloss sie, dass sie sich durch Halsweh völlig überfordert fühlte, und schickte mich zur Ärztin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ärztin (eine andere als die vorher erwähnte, und einen Tag später, denn Appointments sind schwer zu kriegen) setzte mich auf einen Sessel in ihrem office.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- That woman in the pink shirt just ran the marathon in Dublin on Monday!&lt;br /&gt;
- Okay...?&lt;br /&gt;
- Just wanted to tell you. It&#39;s amazing. So, why are you here?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich erklärte ihr die ganze Sache von vorne. Sie schaute meine bisherige Krankenakte, mit allen Aufzeichnungen der nurse, an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Are you on any medication?&lt;br /&gt;
- No.&lt;br /&gt;
- Are you feeling sick apart from the sore throat?&lt;br /&gt;
- Still fine.&lt;br /&gt;
- Do you have any allergies?&lt;br /&gt;
- Have not developed any since yesterday.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie besichtigte meinen Hals, meine Ohren und mass Fieber. Dann schaute sie mich fragend an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Do you need antibiotics?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich weiss nicht, geschätzte Leser, ob euer Arzt euch schon einmal eine solche Frage gestellt hat. Aber lasst euch gesagt sein, es stärkt nicht unbedingt mein Vertrauen in selbigen Arzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Are you kidding???&lt;br /&gt;
- Well, I&#39;m not sure if I should prescribe you antibiotics. So I thought I&#39;d ask you. Okay, antibiotics then. Where are you from?&lt;br /&gt;
- Austria.&lt;br /&gt;
- Is Austria part of the EU?&lt;br /&gt;
- Yes...&lt;br /&gt;
- Oh. Of course. Why did I ask you that?&lt;br /&gt;
- Uh... uh... maybe because it&#39;s so close to Switzerland, and you confused the countries...? (&lt;i&gt;Äh...?)&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
- Is Switzerland part of the EU?&lt;br /&gt;
- Just give me my antibiotics.&lt;br /&gt;
- Do you have any allergies?&lt;br /&gt;
- New ones I found out about during the last five minutes???&lt;br /&gt;
- Haha. Are you allergic to penicillin?&lt;br /&gt;
- Not that I know of.&lt;br /&gt;
- Maybe you should text your mother and ask.&lt;br /&gt;
- If I don&#39;t know if I&#39;m allergic to penicillin, why would she know?&lt;br /&gt;
- Oh! Right! And she wouldn&#39;t have let you out of the house if you were allergic, right? &lt;i&gt;(Wtf???)&lt;/i&gt; Now, here&#39;s your prescription. Come back if it&#39;s not better after a week. See you! Good luck! &lt;i&gt;(Good luck???)&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann ging ich Tee trinken. Ist gut für die Nerven.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So haben es die irischen Ärzte nun geschafft, knappe fünf Wochen, nachdem ich wirklich krank war, mir Antibiotika zu verschreiben. Jedenfalls hoffe ich, dass es das ist, was auf dem Rezept steht, und nicht irgendein Medikament gegen Heuschnupfen...</description>
    <dc:creator>juliecaesar</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 juliecaesar</dc:rights>
    <dc:date>2009-10-28T14:06:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://juliecaesar.twoday.net/stories/6014007/">
    <title>Kurzes Gejammer</title>
    <link>http://juliecaesar.twoday.net/stories/6014007/</link>
    <description>Mein Laptop ist hin. Mein Handy spinnt die halbe Zeit. Wenn ihr mich kontaktieren wollt, schreibt mir am besten eine Flaschenpost und werft sie in den Corrib...</description>
    <dc:creator>juliecaesar</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 juliecaesar</dc:rights>
    <dc:date>2009-10-27T19:49:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://juliecaesar.twoday.net/stories/6006333/">
    <title>Im Hörsaal am Boden sitzen, einmal anders.</title>
    <link>http://juliecaesar.twoday.net/stories/6006333/</link>
    <description>Ah, ich kann mich noch gut an zahllose Vorlesungen an der Uni Wien erinnern, die ich in überfüllten Hörsälen auf dem Boden sitzend verbracht habe... Oder auf dem Fensterbrett. Oder unter irgendwelchen Tischen. (Und das, obwohl ich brav meine Studiengebühren bezahlt habe.)&lt;br /&gt;
Aber so gut besucht wie heute war das Audimax der Hauptuni wohl schon lange nicht mehr: Nach einer Demo am Nachmittag im Sigmund-Freud-Park haben nun über 1000 Studenten das Audimax und einige andere Hörsäle sowie die Aula besetzt. Sie fordern bessere Bedingungen für Studierende in Österreich - genug Studienplätze, Abschaffung aller Studiengebühren, freien Hochschulzugang.&lt;br /&gt;
(Eine komplette Liste der Forderungen sowie Berichterstattung gibt es z.B. auf &lt;a href=&quot;http://derstandard.at/1254312155865/Audimax-BesetzerInnen-an-der-Uni-Wien-richten-sich-fuer-die-Nacht-ein&quot;&gt;www.derstandard.at&lt;/a&gt;.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit einigen Monaten bin ich ja offiziell nicht mehr Studentin in Wien, und muss mich nicht mehr mit der Uni herumschlagen. Ich habe aber genug Zeit dort verbracht, dass sie mir noch bestens in Erinnerung ist:&lt;br /&gt;
Überfüllte Hörsäle, viel zu wenige Plätze in prüfungsimmanenten Lehrveranstaltungen, gestresste, überforderte und uninteressierte Professoren, winzige Seminarräume, in denen sich die Studenten praktisch bis an die Decke stapeln, technische Ausstattung, die ein absoluter Witz ist. Dass man in eine Übung nicht reinkommt, weil zu wenig Plätze vorhanden sind, und dadurch ein ganzes Semester verlieren kann, ist keine Seltenheit. (&quot;Bummelstudenten!&quot;)&lt;br /&gt;
Und dann diverse Aussagen von diversen Bildungsministern über die tollen Studiengebühren, die nur zum Wohle der Studierenden verwendet werden...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mittlerweile hat die Besetzungsaktion einen &lt;a href=&quot;http://twitter.com/Unibrennt&quot;&gt;Twitter-Account&lt;/a&gt;, und eine &lt;a href=&quot;http://www.facebook.com/pages/Audimax-Besetzung-in-der-Uni-Wien-Die-Uni-brennt/158948343468?v=wall&quot;&gt;facebook-Seite&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
War höchste Zeit, dass sowas mal passiert. Ich hoffe, die Kollegen erreichen was.</description>
    <dc:creator>juliecaesar</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 juliecaesar</dc:rights>
    <dc:date>2009-10-22T18:28:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://juliecaesar.twoday.net/stories/5990595/">
    <title>The Cardigan and the Sandwich</title>
    <link>http://juliecaesar.twoday.net/stories/5990595/</link>
    <description>Das Cardigan und das Sandwich. Was haben die beiden gemeinsam, sodass sie hier zusammen auftauchen? Nun, sie sind beide very british. Und sie sind beide jeweils nach den britischen Adeligen benannt, denen wir sie zu verdanken haben. Das Cardigan ist eine Erfindung aus dem Krimkrieg, benannt nach James Thomas Brudenell, dem 7. Earl of Cardigan. Das Sandwich ist eine Erfindung von den Schlachtfeldern des Kartenspiels - der Legende nach bestellte John Montagu, der vierte Earl of Sandwich, während eines langen Kartenspiels sein Abendessen zwischen zwei Brotscheiben, um es neben dem Spiel verspeisen zu können. Seine Mitspieler, die offenbar nur auf die Erfindung des Fast Food gewartet hatten, bestellten daraufhin &quot;the same as Sandwich&quot;, und das war der Anfang von Ende der vernünftigen Mahlzeit.&lt;br /&gt;
Und both Sandwich und Cardigan gehören zu jenen kulturellen Boshaftigkeiten, über die man abfällig die Nase rümpft, bis man sich eines Tages selbst in einem Cardigan mit einem Sandwich in der Hand im Kaffeehaus sitzend ertappt. Mit einer Tasse Tee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ah, das Sandwich, dieses hinterhältigste aller Nahrungsmittel! Drehte es mir letztes Jahr beim Gedanken an labriges Weißbrot mit Schinken, Cheddar und Salat dazwischen noch regelmäßig den Magen um, und schwor ich auch noch so sehr dem Schwarzbrot ewige Treue - dieses Jahr scheint etwas seltsames mit mir passiert zu sein. In meinem Hirn wird das Wort &quot;Sandwich&quot; immer mehr zum Synonym für &quot;Mittagessen&quot;. Bekam ich letztes Jahr noch eher hysterische Kicheranfälle, wenn ich auf Sandwichetiketten Dinge wie &quot;Chicken, Stuffing and Coleslaw&quot; las, betrachte ich dieses nun als echte Alternative zum Käsbrot. Vielleicht bin ich einfach schon zu lange hier, surrounded by sandwiches, die sich langsam, aber sicher in meine Essgewohnheiten schleichen. Vielleicht sind es die Preise für vernünftiges Essen, die mich unausweichlich  zum Sandwichesser machen. Vielleicht sind es auch die köstlichen Sandwiches, die Smokey&#39;s auf der Uni verkauft. Labriges Weißbrot! Turkey, Cranberry and Spinach-Füllung! Was will der hungrige Student mehr...?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das Cardigan. Vor kurzem verspürte ich den Wunsch, nicht mehr jedes Mal angeschaut zu werden, als käme ich direkt aus dem Zoo, sobald ich mein Haus verlasse. Ich beschloss also, mich zumindest ein bisschen an die irischen Kleidersitten anzupassen, und ging zu Penneys (der Quelle des Bösen). Nachdem ich das halbe Sortiment durchprobiert hatte, war ich einigermaßen verzweifelt: Ein Rock, der länger als zehn Zentimeter ist? Schuhe mit Absätzen, die niedriger als zehn Zentimeter sind? Eine Skinny Jeans, die bei irgendjemandem über Size Zero vorteilhaft aussieht? Ein Top mit Schnitt? Nicht zu kriegen, und ich fand mich schon fast damit ab, mit Jeans und Sneakers weiterhin eure Julia aus dem Zoo zu sein.&lt;br /&gt;
Doch dann fand ich die Lösung: Ich habe mir ein Cardigan gekauft. Ein - man glaubt es kaum - hier für Irinnen in meinem Alter absolut akzeptables Kleidungsstück. Interessanterweise ist es auch absolut trendy, sie in den erzkonservativsten Farben und formlosesten Schnitten zu tragen. Meines ist allerdings sensible schwarz, und nicht in einem dieser Oversize-Designs mit Namen &quot;Boyfriend&quot;-Cardigan, die sich meine Uroma geweigert hätte zu tragen, weil sie sie für &quot;altmodisch&quot; befunden hätte. Ernsthaft, Sachen die meine Uroma als &quot;von vorgestern&quot; bezeichnet hätte, sind hier momentan total in - Tischtuchblümchenmuster, Tapetenfarben, Kartoffelsackcardigans (die dann natürlich stilecht mit Strumpfhose, Gürtel und ohne Rock getragen werden).&lt;br /&gt;
Jedenfalls fühle ich mich mit meinem neuen Cardigan nun für alle Situationen gerüstet, von Fortgehen ins Pub bis zu Tea mit der Queen. Und kombiniert mit nicht-skinny Jeans und einem Top in vernünftiger Farbe schaue ich damit nicht einmal aus wie ein Sandwich. Super.</description>
    <dc:creator>juliecaesar</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 juliecaesar</dc:rights>
    <dc:date>2009-10-13T13:18:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://juliecaesar.twoday.net/stories/5967176/">
    <title>Aboard, landlubbers!</title>
    <link>http://juliecaesar.twoday.net/stories/5967176/</link>
    <description>Geh ich letzten Samstag im Hafen spazieren, und was schwimmt da, zwischen kleinen Schinakeln mit Namen wie &quot;Dreams to Reality&quot; und großen Fischerbooten mit Namen wie &quot;Baltic Warrior&quot;? Die Bounty. Ja, &lt;i&gt;die&lt;/i&gt; Bounty. Die echte. Na gut... nicht die ganz echte, die liegt in der Bounty Bay auf Pitcairn im Pazifik (auf Grund, nicht vor Anker) und würde sich schwertun, auf Besuch nach Galway zu kommen. Aber immerhin die echte Bounty, die für den Film &quot;Meuterei auf der Bounty&quot; von 1962 (mit Marlon Brando) gebaut wurde, und auch heute noch glänzende Auftritte hat: In &quot;Fluch der Karibik 2&quot; zum Beispiel durfte sie sich als &lt;a href=&quot;http://pirates.wikia.com/wiki/Edinburgh_Trader&quot;&gt;Edinburgh Trader&lt;/a&gt; vom Kraken versenken lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut &lt;a href=&quot;http://www.advertiser.ie/galway/article/16559&quot;&gt;Galway Advertiser&lt;/a&gt; war die Bounty anlässlich der Eröffnung des Galway Oyster Festivals hier. Vom Festival, das dieses Wochenende stattgefunden hat, habe ich nicht viel mitgekriegt (Halsweh, Kopfweh, Schweinegrippe, das Übliche), aber die Bounty musste ich mir natürlich anschauen. (Aufmerksame Leser werden sich daran erinnern, dass ich vor nicht allzu langer Zeit Schimpftiraden über &quot;nasty shipses&quot; losgelassen habe. Shipses, die in &quot;Fluch der Karibik&quot; mitgespielt haben, sind davon natürlich ausdrücklich ausgenommen. Sollte die nächste Autofähre, mit der ich fahren muss, die &quot;Black Pearl&quot; sein, mit Captain Sparrow und seiner Crew statt den deutschen Pensionisten, werde ich mich nie wieder über shipses beschweren. Versprochen.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier sind einige Fotos vom Besuch der Bounty in Galway. (UND von den Piraten, die tatsächlich an Bord waren!)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;300&quot; alt=&quot;DSC02799&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/juliecaesar/images/DSC02799.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;300&quot; alt=&quot;DSC02814&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/juliecaesar/images/DSC02814.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;400&quot; alt=&quot;DSC02816&quot; width=&quot;300&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/juliecaesar/images/DSC02816.jpg&quot; /&gt;</description>
    <dc:creator>juliecaesar</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 juliecaesar</dc:rights>
    <dc:date>2009-09-29T17:12:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://juliecaesar.twoday.net/stories/5959295/">
    <title>Don&#39;t panic!</title>
    <link>http://juliecaesar.twoday.net/stories/5959295/</link>
    <description>Happy &lt;a href=&quot;http://www.250.guinness.com.lbwa.ntt.net/&quot;&gt;Arthur&#39;s Day&lt;/a&gt;!&lt;br /&gt;
Guinness feiert heute, um genau 17:59, aber im Prinzip den ganzen Tag, das 250-Jahr-Jubiläum der &lt;a href=&quot;http://www.250.guinness.com.lbwa.ntt.net/en-row/thestory.html#y1759&quot;&gt;Unterzeichnung des Pachtvertrags&lt;/a&gt; für das Brauereigelände der Guinness-Brauerei am St. James&#39;s Gate durch Arthur Guinness im Jahre 1759. (Für 9000 Jahre übrigens. Das bedeutet, es bleiben euch begeisterten Guinnesstrinkern noch genau 8750 Jahre, in denen euer Guinness gesichert ist. Was danach kommt, weiß man nicht so genau.)&lt;br /&gt;
In Dublin ist da wohl einiges los heute, und auch in Galway sind die Menschen in Massen auf der Shop Street unterwegs, wo vor den Pubs Live-Musik gespielt und Guinness getrunken wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo ich heute auch hinkam, wurde ich als erstes gefragt, ob ich heute eh schon ein Guinness getrunken habe. In Folge machte ich mich bei ganz Galway unbeliebt, indem ich sagte, dass ich kein Bier mag. Aus diesem Grund gehe ich heute Abend nicht fort. Nein, eigentlich nicht aus diesem Grund... der eigentliche Grund ist, dass ich Halsweh habe und mich allgemein nicht so gut fühle. Aber bitte erzählt das keinem! Hier ist nämlich die große Schweinegrippenpanik ausgebrochen. Wir haben bereits ein e-mail von der Student Health Unit bekommen mit einer Liste der möglichen Symptome, bei denen wir Panik kriegen sollten (Kopfweh, Halsweh, Frieren, Übelkeit, Schmerzen im Nacken, Schmerzen im kleinen Finger und wenn unser Cousin fünften Grades in Australien einmal hustet, ist das auch schon sehr bedenklich). Und wenn wir eines dieser Symptome an uns bemerken, sollen wir sofort die eigens eingerichtete Hotline anrufen, wo uns dann die eigens dafür abgestellte nurse schonend beibringen wird, dass wir alle sterben werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist natürlich blöd, aber eigentlich haben wir eh schon Glück, dass wir die schreckliche Mumpsepidemie, die letztes Jahr an der Uni gewütet hat, überlebt haben, oder? Und irgendeine andere Krankheit gab es da letztes Jahr auch noch, vor der wir ebenfalls in einem e-mail gewarnt wurden. Ich kann mich leider nicht mehr erinnern, welche Krankheit es war. Ich weiß nur noch, dass die Symptome ähnlich waren, und dass das mail meine Mitbewohnerin soweit verängstigt hat, dass sie jeden Tag überprüft hat, ob sie eh noch den Kopf zur Brust neigen kann, denn ein steifes Genick galt als todsicheres Zeichen dafür, dass man nicht mehr lange lebt. Vielleicht war es die Vogelgrippe. Oder Rinderwahn?&lt;br /&gt;
Sogar unsere Studienprogrammleiterin bat uns vor kurzem inständig, dass wir doch &lt;i&gt;bitte, bitte nicht&lt;/i&gt; in die Seminare kommen sollten, wenn bei uns Schweinegrippe diagnostiziert worden war.&lt;br /&gt;
Und in unserem Postkastl landete heute ein Flyer mit Infos zu den Themen &quot;Schweinegrippe&quot; und &quot;Wir werden alle sterben&quot; (den mein Mitbewohner höchst amüsiert an den Kühlschrank gepickt hat).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ich also hier in Irland irgendwie durchblicken lasse, dass ich Kopfweh habe, werde ich vermutlich in Quarantäne gesperrt, zu all den Katzen, die immigrieren wollen und wegen Tollwut beobachtet werden, und darf bis Weihnachten nicht mehr raus. Also bitte sagt es niemandem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wusstet ihr übrigens, dass Marilyn Manson Schweinegrippe hat? Ich auch nicht, bis ich meine e-mails anschaute und auf der msn-Homepage die wichtige Nachricht entdeckte. Ich muss sagen, eine Nachricht, die mich weniger interessiert hat, habe ich auch schon lange nicht mehr gelesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Sinne, Happy Arthur&#39;s Day. To Arthur!</description>
    <dc:creator>juliecaesar</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 juliecaesar</dc:rights>
    <dc:date>2009-09-24T19:24:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://juliecaesar.twoday.net/stories/5952368/">
    <title>Einen Antrag auf Erteilung eines Antragformulars... ist HARMLOS gegen die NUI Galway!</title>
    <link>http://juliecaesar.twoday.net/stories/5952368/</link>
    <description>Seit gestern weht ein kalter Wind um unser Haus, der die berühmten Galwayer Schwäne zu weißen Hochseeschiffchen macht, die sich ständig bemühen müssen, nicht zu kentern.&lt;br /&gt;
Heute früh wachte ich bei Sturmgeheul und im Luftzug flatternden Vorhängen auf (ja, das Fenster war zu.), und wollte nicht auf die Uni. Ich hatte keine Lust, mein warmes Bettchen, geschweige denn das Haus zu verlassen. Da ich eine brave Studentin bin und außerdem sehr viel dafür zahle, dass ich hier auf die Uni gehen darf, stand ich dann trotzdem pünktlich um zehn vor der Tür des Seminarraums, auf dem ein Zettel klebte, dass die Lehrveranstaltung heute nicht stattfand. (Eine halbe Stunde, nachdem die LV beginnen hätte sollen, bekamen wir dann auch alle ein e-mail, dass wir heute zu Hause bleiben und ausschlafen konnten.)&lt;br /&gt;
Der Tag ging mir also schon um zehn Uhr vormittags auf die Nerven.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ich nun schon mal auf der Uni war, beschloss ich, die Sache mit meiner ID Card zu klären. Die Sache mit meiner ID Card ist folgende:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die NUI Galway hat das Steinzeitalter verlassen (zumindest an den meisten Instituten, von den anderen will ich gar nicht reden), und verlangt von ihren Studenten, dass sie sich online registrieren. Damit gab es natürlich Probleme, und die Passwörter dafür, die vor Wochen hätten verschickt werden sollen, waren noch nicht da. Aber hey, wir sind hier in Galway, wir haben Geduld. Dass wir vor der offiziellen Registrierung weder&lt;br /&gt;
- die Unicomputer benützen&lt;br /&gt;
- uns in Blackboard einloggen&lt;br /&gt;
- unsere Uni-e-mail-Adresse, an die alle offiziellen mails kommen, benützen&lt;br /&gt;
- das Wireless-Internet an der Uni benützen&lt;br /&gt;
- die Bibiothek benützen&lt;br /&gt;
- und unsere ID-Card kriegen, um uns in Pubs als über 18 auszuweisen,&lt;br /&gt;
können, wurde von uns allen großzügig übersehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich bekamen wir das Passwort, und ich loggte mich ein, um mich für meinen MA-Studiengang zu registrieren.&lt;br /&gt;
So hab ich mir das vorgestellt. Stupid me.&lt;br /&gt;
Der einizige Kurs, der in meinem Account zur möglichen Registrierung ausgelistet war, was ein seltsames Diploma sa Ghaelige (und ich bin sicher, das habe ich jetzt falsch geschrieben. Geschieht ihm recht.). Also ging ich zum Registration Helpdesk in den Library Reading Room und erklärte das Problem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Helpdesk, Scene I:&lt;br /&gt;
Die nette Dame hörte sich alles an und fragte dann:&lt;br /&gt;
- Are you sure this is not the course you want to register for?&lt;br /&gt;
- Pretty sure, yes.&lt;br /&gt;
- But there is no other course listed.&lt;br /&gt;
- Yep. That&#39;s the problem.&lt;br /&gt;
- Did you apply through PAC? (PAC - das Online-Application-System, über das man sich für alle Studiengänge bewirbt)&lt;br /&gt;
- Yes, I did.&lt;br /&gt;
- No, you didn&#39;t. You probably applied another way.&lt;br /&gt;
- No, I&#39;m sure I applied through PAC.&lt;br /&gt;
- No you didn&#39;t.&lt;br /&gt;
- Yes, I did.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ging einige Zeit so weiter, bis ich ihr meine PAC Application Documents unter die Nase hielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Ok, you did.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann stellte sie fest, dass ich nun sogar zwei Accounts hatte - einen vom letzten Jahr, mit der ID-Nummer vom letzten Jahr, und einen unter meiner PAC-Nummer, wo sich nun endlich auch mein Masterprogramm fand. Die nette Dame erklärte mir, ich brauche mich nun nur mehr unter dem Acoount mit der PAC-Nummer registrieren, dann würden sie meine Accounts zusammenlegen und ich könne mir dann auch gleich meine neue ID Card mit der alten ID-Nummer abholen.&lt;br /&gt;
Nachdem ich mich registriert hatte, ging ich (am nächsten Tag, denn die Öffnungszeiten sind BÖSE) wieder zum Helpdesk.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Helpdesk, Scene II&lt;br /&gt;
- I&#39;m here to pick up my ID...?&lt;br /&gt;
- Yes, here it is.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ID war toll. Letztes Jahr habe auf dem Foto ausgesehen wie ein entflohener Massenmörder auf dem Fahndungsbild von Aktenzeichen XY. Das machen die neuen EU-Passfoto-Richtlinien. Dieses Jahr hatte ich bei der Online-Registrierung ein wirklich nettes Bild hochgeladen, und es sah auch auf der ID Card richtig gut aus. Die Registrierung hatte funktioniert. Die ID Card war vorhanden. Mein Geburtsdatum stimmte. Das Foto war super. Nur als ich den Raum verließ, merkte ich, dass die ID-Nummer falsch war. Und hinter mir sperrte der Helpdesk gerade zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Helpdesk, Scene III&lt;br /&gt;
Am nächsten Tag war ich schon früher da, wartete eine Ewigkeit darauf, dass der Helpdesk aufsperrte, und erklärte das Problem. Man hatte vergessen, meine Accounts zu verbinden, und als Folge hatte man meine PAC-Nummer statt meiner ID-Nummer verwendet. Am Helpdesk erklärte man mir, man könne da jetzt nichts tun, aber ich solle doch am Montag wieder kommen, dann wäre das erledigt und sie bräuchten mir nur mehr eine neue ID-Card drucken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Helpdesk, Scene IV&lt;br /&gt;
Womit wir wieder am Anfang der Geschichte wären. Ich war müde, sauer auf die kranke Professorin und ihre ausgefallene Lehrveranstaltung, hatte Hunger und zu viel Kaffee getrunken, und machte mich auf den Weg zum Helpdesk, um meine ID Card abzuholen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- ID Card? No, yours is not here.&lt;br /&gt;
- Where is it, then?&lt;br /&gt;
- Well, I don&#39;t know.&lt;br /&gt;
- Who can I ask?&lt;br /&gt;
- Me. But I don&#39;t know. Maybe they haven&#39;t merged your accounts yet. That takes time.&lt;br /&gt;
- Can you check?&lt;br /&gt;
- Sure. Come back in a few days, will you?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An diesem Punkt hatte ich genug, und erklärte, dass ich jetzt meine ID Card wollte. Heute. Und zwar ohne mich noch ein fünftes Mal in der ziemlich langen Schlange anzustellen bzw. mich durchzuschlängeln und mir die bösen Blicke der anderen Studenten gefallen zu lassen. (Dazu muss ich sagen, dass Postgrad-Studenten hier das Recht haben, sich vorzudrängen. Die Schlange ist nur für die Kids, die noch ihren Bachelor machen müssen. Ha.)&lt;br /&gt;
Wie ich schon einmal erwähnt habe, sind Iren unheimlich nett, ihnen fehlt aber jedes Verständnis dafür, dass man auch irgendwann einmal die Geduld verlieren kann, wenn Sachen nicht funktionieren. Sie versprach in nicht gerade freundlichem Tonfall, mich anzurufen, sobald sie herausgefunden hatte, was los war. Da ich ihre Geduld anscheinend schon völlig überstrapaziert hatte mit meinen unmäßigen Forderungen, ließ ich mich wegschicken, betonte aber noch mal freundlich, dass ich jede halbe Stunde bei ihr anrufen und jeden Tag dreimal vor dem Helpdesk stehen würde, wenn ich nicht pünktlich nach der Mittagspause meine ID Card in Händen hielte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Stunde später rief sie an, da sie vergessen hatte, was genau das Problem gewesen war. Ich erklärte es noch einmal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zehn Minuten später rief sie wieder an, um mich erfreut zu informieren, dass das Problem mit den zwei Accounts gelöst sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Helpdesk, Scene V&lt;br /&gt;
- Oh! I remember you! Your name starts with an F, right?&lt;br /&gt;
- No, it&#39;s Julia.&lt;br /&gt;
- Then your last name starts with an F!&lt;br /&gt;
- No.&lt;br /&gt;
- Oh well, then I don&#39;t remember you.&lt;br /&gt;
- I&#39;m here to pick up my ID Card.&lt;br /&gt;
- Oh! Yes! We talked before, didn&#39;t we?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich war knapp daran, sie zu erwürgen. Aber sie hatte meine ID Card, also tat ich es nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- There you go.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich bekam ich meine ID Card, mit der richtigen Nummer, meinem Namen ohne ein einziges F... und dem Verbrecherfoto vom letzten Jahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich trinke jetzt eine Tasse Tee.</description>
    <dc:creator>juliecaesar</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 juliecaesar</dc:rights>
    <dc:date>2009-09-21T15:12:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://juliecaesar.twoday.net/stories/5950771/">
    <title>Ich habe gerade einen sehr lustigen Artikel auf orf.at gefunden. Mit Irland hat er...</title>
    <link>http://juliecaesar.twoday.net/stories/5950771/</link>
    <description>Ich habe gerade einen sehr lustigen Artikel auf orf.at gefunden. Mit Irland hat er eigentlich nichts zu tun, aber ich will ihn euch trotzdem nicht vorenthalten. Es geht um &lt;a href=&quot;http://www.orf.at/090909-42353/42356txt_story.html&quot;&gt;&quot;die schlimmsten Beispiele für schlampigen Sprachgebrauch im Englischen&quot;&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
Ich hoffe ja, dass ich mich hier in Irland etwas verständlicher ausdrücke als die drei Herren im Artikel (mein Favourite ist ja Rumsfeld mit seiner Aussage).</description>
    <dc:creator>juliecaesar</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 juliecaesar</dc:rights>
    <dc:date>2009-09-20T18:39:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://juliecaesar.twoday.net/stories/5945304/">
    <title>Julias Galway-ABC zum Ausschneiden und Sammeln. Heute: S wie... Sparching.</title>
    <link>http://juliecaesar.twoday.net/stories/5945304/</link>
    <description>Aufgrund der - wie immer - überdurchschnittlich hohen Nachfrage gibt es ab jetzt hier in unregelmäßigen Abständen Galway Girl&#39;s Galway-ABC, wo hinfort die wichtigsten Begriffe einfach, verständlich und objektiv erklärt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich beginne heute mit...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
S wie Sparching.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hört sich nicht ganz jugendfrei an. Ist es in der Vollversion auch nicht, denn zum richtigen &lt;i&gt;Sparching &lt;/i&gt;gehört Alkohol, und den gibt es bekanntlich erst ab 18. Und in Irland wird das auch ziemlich streng kontrolliert.&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Sparching &lt;/i&gt;ist ein Verb, und zwar eines, das seinen Ursprung in Galway hat, nur in Galway zur Anwendung kommt und eine Tätigkeit bezeichnet, die außerhalb von Galway schlicht und einfach nicht möglich ist. Zu &lt;i&gt;sparching&lt;/i&gt; gibt es ein Nomen, &lt;i&gt;Sparch, the&lt;/i&gt;, und das ist eine Zusammenziehung von &quot;Spanish&quot; und &quot;Arch&quot;. Der &lt;a href=&quot;http://en.wikipedia.org/wiki/Spanish_Arch&quot;&gt;Spanish Arch&lt;/a&gt; ist eines der letzten Stücke, die von der alten Stadtmauer Galways noch übrig sind. (Ein weiteres Stück Stadtmauer findet man im Eyre Square Shopping Center, nur dort kann man nicht sparchen.) Der Spanish Arch liegt direkt am Ufer des Corrib, knapp vor der Mündung in die Galway Bay, und praktisch mitten im Stadtzentrum. Auf der einen Seite des &quot;Sparch&quot; befindet sich die bunte Häuserzeile, die man auf jeder zweiten Postkarte und im Titelbild dieses Blogs sieht, und auf der anderen Seite ist eine grüne Wiese mit gemütlichen Bankerln. Und hier wird &lt;i&gt;gesparcht&lt;/i&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jugendliche (und Obdachlose), die &lt;i&gt;sparching&lt;/i&gt; betreiben, treffen sich auf dieser Wiese, sitzen im Gras, lassen die Beine über die Kaimauer baumeln, machen Musik, lachen, genießen die Sonne, trinken Bier und sind fröhlich. Oder, wenn man es etwas zynischer sehen will: Sie lungern herum, machen Krach, Dreck und sind eine Belästigung für alle Anrainer. Ich habe noch nicht ganz entschieden, wie ich das sehe. Auf der einen Seite freut es mich natürlich, wenn die Sonne scheint und man nicht davonschwimmt, sobald man den Fuß vor die Haustür setzt. Auf der anderen Seite geht es mir AUFN WECKER, wenn am Abend die Besoffenen herumwanken und -schreien, und ich in der Früh am Weg zur Uni zwischen leeren Bierdosen und Glasflaschen Slalom laufen muss. ... Wiederum andererseits ist es natürlich immer wieder spannend zu schauen, ob endlich einer der Betrunkenen in den Corrib fällt.&lt;br /&gt;
Wie auch immer, an schönen Tagen ist der Spanish Arch das unbestrittene Herz der Stadt, und halb Galway ist auf den Beinen, um zu &lt;i&gt;sparchen&lt;/i&gt;.&lt;br /&gt;
Und ich kann eh nix dagegen tun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;300&quot; alt=&quot;DSC02768&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/juliecaesar/images/DSC02768.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
People &lt;i&gt;sparching &lt;/i&gt;on a fine, soft day-i-ay.</description>
    <dc:creator>juliecaesar</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 juliecaesar</dc:rights>
    <dc:date>2009-09-17T14:54:00Z</dc:date>
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    <title>Teatime on the Island</title>
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    <description>&quot;The Irish are obsessed with tea&quot;, stellte vor kurzem Christina aus den USA fest. Ja, kein Wunder bei diesem Kaffee hier. Die Students Union hat bei der Postgrad Orientation Session groß verkündet, eine Verbesserung der Qualität des Kaffees bei Smokey&#39;s erreicht zu haben. Jetzt wird dort statt bräunlichem Wasser eben fair gehandeltes bräunliches Wasser verkauft. Gut, ja, ist eine Verbesserung. Für die Kaffeebauern in Südamerika, aber nicht für mich.&lt;br /&gt;
Ich habe also jetzt nach monatelangem Kampf kapituliert und bin auf Tee umgestiegen. Und es funktioniert - ich merke, wie ich schon meine eigene Obsession entwickle. Bei Smokey&#39;s habe ich vor kurzem ohne nachzudenken tea statt coffee bestellt, und gegen fünf Uhr nachmittags werde ich generell unruhig, wenn ich keine Tasse in der Hand habe. Wenn ich mit jemandem plaudern will, schlage ich nicht mehr vor, auf einen Kaffee zu gehen, sondern auf einen Tee. Meine Mitbewohner tun auch ihr bestes, mich in dieser schweren Zeit zu unterstützen. Wenn ich im Wohnzimmer sitze, rennt alle fünf Minuten jemand herein und bietet mir Tee an. Und zu Tee nein sagen? Ist in Irland undenkbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gestern habe ich übrigens etwas sehr seltsames gemacht: Ich bin früh aufgestanden (jaja, haaa haaa. ich weiß.), habe mich auf ein Schiff gesetzt und bin auf eine Insel gefahren, um ein Gaelic-Football-Turnier anzuschauen. Nun fragt sich der Blog-Leser: Warum tut sie das? Sie hat doch keine Ahnung von Gaelic Football, und hat schon Probleme, es von Rugby zu unterscheiden.&lt;br /&gt;
Naja, erstens, weil gestern das Wetter schön war. Und da gestern und heute angeblich die letzten schönen Tage vor Mitte Mai sind, muss man das ausnutzen und etwas lustiges unternehmen. Zweitens, besagte Insel war Inishmore, die größte der Aran Islands, und die ist sowieso cool. Und dort haben sich gestern alle Inselns Irlands, die mehr als 15 Einwohner und somit ein eigenes Gaelic-Football-Team haben, getroffen und sich beim All-Islands Football Tournament gegenseitig eine auf die die Pappn gehaut. (Das gehört so. Gaelic Football ist nicht so ein Mädchensport wie unser Fußball. Das ist was für echte Männer.). So ein Gaelic Football Tournament auf der letzten Insel im Atlantik zwischen hier und New York versprach einfach so typisch irisch zu werden, dass ich es mir nicht entgehen lassen konnte. War es auch. Bis auf das schöne Wetter natürlich, das war äußerst untypisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;300&quot; alt=&quot;DSC02773&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/juliecaesar/images/DSC02773.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier ist der &lt;a href=&quot;http://www.irishtimes.com/newspaper/magazine/2009/0905/1224253838672.html&quot;&gt;Irish-Times-Artikel&lt;/a&gt; dazu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach zwei Stunden Turnier-Besichtigung sind Christina und ich noch um die halbe Insel gewandert, haben auf der höchsten Klippe Cookies gegessen, und hatten sogar noch Zeit für Onion Rings (für Christina) und eine Tasse Tee (für mich), bevor wir wieder hoam nach Galway gefahren sind.&lt;br /&gt;
Jetzt sitze ich mit Sonnenbrand, Muskelkater und einer Tasse Tee vorm Computer. Aber immerhin habe nun ich ein bisschen mehr Ahnung vom Gaelic Football. Und eine Tasse Tee. Habe ich die Tasse Tee schon erwähnt?</description>
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    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 juliecaesar</dc:rights>
    <dc:date>2009-09-13T12:52:00Z</dc:date>
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   <title>find</title>
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